Rechtliche Bestimmungen

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Rechtliche Bestimmungen bei der Benutzung einer Drohne

Wann und Wo dürfen Sie mit ihrer Drohne fliegen? Eine gute Frage die sich viele Drohneninteressierte vor dem Kauf oder der Benutzung einer Drohne stellen. Die rechtliche Bestimmungen bzw. Vorschriften und Gesetze für die private und kommerzielle Nutzung von Drohnen wird in jedem Land der EU anderes geregelt. Auch in verschiedenen Bundesländern gelten andere Gesetzte und Vorschriften und lassen sich somit nicht verallgemeinern.

Haftpflichtversicherung für Drohnen

Grundsätzlich benötigen Sie in Deutschland, für ihre Drohne, eine Haftpflichtversicherung. Dabei spielt es keine Rolle ob Sie ihre Drohne nur für den privaten Gebrauch benutzen oder eine kommerzielle Nutzung anstreben. Die Haftpflichtversicherung für Drohnen schützt Sie vor Schadensersatzansprüchen die NICHT über ihre normale Haftpflichtversicherung abgedeckt werden kann. Daher müssen Sie explizit eine Haftpflichtversicherung für die Benutzung einer Drohne abschließen. Grundsätzlich gibt es für die Benutzung einer Drohne, keine Mindestalterangabe vom Gesetzgeber. Da Personen unter 18 Jahren allerdings meist über ihre Eltern versichert sind, müssen Personen unter 18 Jahren, über die Eltern versichert werden.

Gesetzliche Bestimmungen bei der Drohnenbenutzung

Die gesetzlichen Bestimmungen in Deutschland legen fest, an welchen Ort, in welcher Höhe und unter welchen Umständen Sie ihre Drohne fliegen lassen könne. Man unterscheidet in Deutschland:

Gesetzliche Bestimmungen – Private Nutzung – Sport und Freizeitaktivitäten (LuftVG § 1(2))

GewichtsangabenAntrieb durchErläuterung
0 – 5 KgElektrischer AntriebOhne Genehmigung überall erlaubt
5-25 KgElektrischer AntriebNur auf ausgeschriebenen Plätzen (Modellflugplätzen) erlaubt
0 -25 KgVerbrennungsmotorNur auf ausgeschriebenen Plätzen (Modellflugplätzen) erlaubt
Über 25 KgalleBenutzung und Betrieb ausgeschriebenen Plätzen (Modellflugplätzen) erlaubt. Eine Abnahme der Drohne durch DMFV und Pilotentest erforderlich

Zusätzliche Auflagen bei einer privaten Nutzung einer Drohne:

Sie dürfen Ihre Drohne nur fliegen, wenn diese in Sichtweite ist. Hierbei wird die Sichthilfe mit Hilfsmitteln ausgeschlossen. Darunter fallen Live-Übertragungen mit einer Kamera oder andere technische Hilfsmittel.

Grundsätzlich ist die Benutzung einer Drohne mit einer Brille, Kontaktlinsen oder ähnlichen Hilfsmitteln erlaubt. Des Weiteren gibt es eine Ausweispflicht für Modelle / UAV vor allen anderen Piloten und Verkehrsteilnehmern. Grundsätzlich haben Sie die Luftraumstruktur zu beachten. Das heißt dass Sie die Nähe zu Flughäfen und Plätzen zu beachten haben, einschließlich Kontrollzonen der größeren Flughäfen. Beachten Sie dass dort der kontrollierte Luftraum, in der Regel, schon bei 0 Höhenmetern beginnt. Beachten Sie zudem das Sie mit ihrer Drohne keine anderen Personen belästigen und diese auch nicht durch ihre Flugmanöver, Gefährden oder verletzen.

Gesetzliche Bestimmungen – Kommerzielle Nutzung

” Darunter fallen auch die kommerzielle Nutzung von Bildern und der Verkauf von Bildern, YouTube Videos hochladen und auf der Seite Werbung schalten. ”

GewichtsangabenAntrieb durchErläuterung
0-5 KgElektrischer AntriebSie benötigen eine Allgemeine Aufstiegserlaubnis (NfL 161/12) des jeweiligen Bundeslandes. Zusätzlich müssen sie die jeweiligen Auflagen beachten.
AlleAlle anderen AntriebsartenSie benötigen eine Einzelgenehmigung vor jedem Start und Flug des jeweiligen Bundeslandes. Gilt insbesondere wenn Sie die zusätzlichen Angaben (siehe private Nutzung) nicht erfüllen können.

 

Die Allgemeine Aufstiegserlaubnis (NfL 161/12)

Jedes Bundesland in Deutschland stellt eine Allgemeine Aufstiegsgenehmigung, auf Antrag, bis zu 2 Jahren aus. Nach Ablauf der 2 Jahre können Sie die Aufstiegsgenehmigung grundsätzlich verlängern lassen. Die Kosten liegen je nach Bundesland, zwischen 65 Euro und 150 Euro. Falls Sie ihre Drohne außerhalb von Deutschland benutzen wollen gilt ihre Aufstiegsgenehmigung auch für andere EU Ländern. Allerdings müssen Sie für diese Kopplung an andere EU Länder hierfür nochmals ca. 25 Euro – 75 Euro beim zuständigen Amt bezahlen. Weitere Rechtsgrundlagen bilden das Luftverkehrsgesetzt (Luft VG), die Luftverkehrsordnung (Luft VO) und die aktuellen Nebenbestimmungen der Allgemeinen Aufstiegserlaubnis (NfL 161/12) unter Abschnitt III.